| Von Flensburg nach Westindien |
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Die Flensburger Rumgeschichte ist eng verbunden mit dem großen Zeitalter der Seefahrt, der Eroberungen und Entdeckungen. Denn die Stadt gehörte über 400 Jahre zur dänischen Krone und im 18. Jahrhundert neben Kopenhagen und Altona zu den bedeutensten Handelshäfen für die Schiffe der Westindien-Flotte. Sie brachten den Rohrzucker in die Stadt – und damit den Rum, dessen Urform ein Getränk der Einwohner Westindiens war. Der Rum diente den Matrosen an Bord aber nicht nur zum Durchhalten und Auskurieren von Krankheiten – die Flensburger brachten ihn mit ihren Schiffen auch nach Norwegen, wo er den Walfängern dazu verhelfen sollte, mutig und gelöst auf die Jagd zu gehen. Der Rum brachte Flensburg den Ruhm. Die Flensburger Rumfabrikanten verfeinerten das klare Getränk, das durch die Lagerung in Holzfässern die bräunliche Farbe erhält, im Laufe der Jahrhunderte immer weiter und in der Blütezeit des Rums gab es in Flensburg über 200 Rumhäuser. Heute gibt es nur noch eine Handvoll davon, die sich um den Erhalt der Tradition kümmern. |






