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Gebrannt wurde Rum in Flensburg nie

 

Gebrannt wurde in Flensburg nie …

… jedenfalls kein Rum. Der wird auch heute noch dort gebrannt, wo das Zuckerrohr geerntet wird. Bis 1864 geschah dies für Flensburg in Dänisch Westindien, später – und bis heute – überwiegend auf Jamaika. Da das gekappte Zuckerrohr im Handumdrehen verdirbt, muss es sofort verarbeitet werden.

Die begehrte Fracht für Europa: der Rohrzucker

Durch Pressen, Kochen und Sieben entstehen zwei Produkte: zum einen der kristalline, dunkle und klebrige Roh-Rohrzucker, der damals in den Flensburger Raffinerien zu Kandis und feinstem Zucker weiterverarbeitet wurde.

Ein Nebenprodukt wird berühmt: der Rum

Zum anderen entsteht durch Zugabe von Hefe in den dicken Zuckerrohrsaft eine Maische. Durch Vergärung und Destillation wird diese zu einem Rum, dessen Alkoholgehalt meist über 70 % Vol. beträgt. Dies alles findet bis heute traditionell in der Karibik statt.

In Flensburg wurde der Rum in Fässern gelagert und zu „echtem“ Rum oder zu Rum-Verschnitt weiterverarbeitet.

Der Braasch Rum nach altem Chef-Rezept besteht zu 100% aus Rum, denn schon der Grundalkohol ist ein junger aromatischer Jamaika-Rum. Er wird mit verschiedenen schweren und gereiften Rums veredelt (German Flavoured Rum). Ihn gibt es auch mit echter Natur-Vanille oder in einer kräftigeren Variante mit 54% Vol.