Wie alles begann ...

Walter Braasch und das Chef-Rezept
 Walter Braasch erlernte als einer der Letzten in Flensburg das Handwerk des Destillateurs. Als er in den siebziger Jahren in der Spirituosenfabrikation Hermann C. Andresen anfing, florierten in der Fördestadt immerhin noch rund 25 Spirituosenfabriken und Rumhäuser.
 
Aber der Markt befand sich im Umbruch, und so machte Walter Braasch sich 1976 zunächst mit dem Handel von Weinen und Spirituosen selbstständig. Sein Interesse am köstlichen Rum ließ allerdings nie nach, und als Ende der neunziger Jahre das größte Haus in Flensburg seine Produktion von Hansen-, Sonnberg- und Balle-Rum, Bommerlunder und vielen weiteren Sorten vor Ort einstellte, war der Moment gekommen.
Er ließ sich hochwertige Muster aus verschiedenen renommierten Rumhandelshäusern zukommen und legte im Dezember 1999 ein altes, unvergessenes Rezept aus Lehrlingstagen neu auf – den „Chef-Rum“.
 
Immer, wenn er als Lehrling den Satz „Mok mi mal 'n paar Buddeln Chef-Rum“ hörte, wusste Walter Braasch, was zu tun war. Dann sollte es eine ganz besonders hochwertige Qualität sein, die nicht für den Verkauf bestimmt war und die sich die Rumfabrikanten früher nur zu ganz besonderen Anlässen in kleinster Auflage anfertigen ließen.
 
Das Geheimnis war, damals wie heute, die perfekte Zusammensetzung verschiedener besonders alter gelagerter und gereifter Rumtypen. So schuf Walter Braasch seinen Rum mit dem markanten Bast-Mützchen, von dem Kenner wie Laien schwärmen, dass man ihn am besten pur genießt ...